Stefan STANKOWSKI
Die Sessions während der SEFI / IGIP-Konferenz in Miskolc waren diesmal nicht von den Arbeitsgruppen organisiert. Trotzdem gab es in der Session 4.1 "Mathematics and Natural Sciences in Engineering Education", wie auch in der Postersession, vielfältigen Input aus der Arbeitsgruppe Mathematik und Naturwissenschaften.
Das
reichte von kurrikularen Aspekten (z.B. die Organisation von Studien der
Mathematik und der Physik in Lettland, von A.Zeidmane und A.Vintere oder von
der Einbettung der Naturwissenschaften in multidisziplinäre Kurse in der
Tschechischen Republik von L.Musilek) bis zu Methodologie (z.B. projekt-bezogenes
Lehren und Lernen von
W. Ruhland und F. Porzig, Deutschland).
Von speziellem Interesse waren die detaillierten Studien von multikulturellen Problemen der Transferierung aktiver Lernapproaches, die in den Vereinigten Staaten für deutsche und mexikanische Studierende – teilweise in Englisch und teilweise in der Muttersprache - entwickelt worden (C.H.Kautz und G.Zavala).
Dem Anpassen der Lernorganisation an studentische Bedürfnisse und Verhalten war der Beitrag A. Aboltin (Lettland) gewidmet, und R.J. Symonds (Großbritannien) gab eine detaillierte Analyse, weswegen Studierende, die in Mathematik gescheitert waren, sich trotzdem nicht an ein Mathematik-Help-Center gewendet haben.
Über Möglichkeiten von online Mathematik-Kursen berichteten I.Volodko et al (Lettland), von kurrikularen Aspekten des Statistikunterrichts M.A.Rubio und R.Schmal (Spanien).
Wie im Beitrag des vorigen Jahres befasste sich A.N. Solovyev (Russland) mit dem Design von Tests.
Die Diskussionen unter den Teilnehmern drehten sich um die Notwendigkeit der Integration des Mathematik- und Physikunterrichts in die Ingenieurfächer, mit dem Ziel, den Studenten das Verständnis zu erleichtern und sie besser zu motivieren. Leider fiel ein Beitrag aus Rußland zu genau diesem Thema aus (I.S. Shoshiashvili et al.).
S. Stankowski (Schweiz) diskutierte die kognitiven Strukturen, die beim Erlernen von Physik geschaffen werden müssen, und die Implikationen für den Unterricht in Physik für künftige Ingenieure anhand praktischer Beispiele.
In einer anderen Session argumentierte T.Schelker (Schweiz) für einen Mathematikunterricht, der den Studierenden Problemlösungskompetenzen vermittelt.
Die Anwesenheit von SEFI und IGIP-Mitgliedern in Miskolc wurde ausgenutzt, um ein Treffen von Mathematikern und von Physikern zu organisieren, obwohl der dichte Zeitplan der Konferenz es schwer machte, dass alle Betroffenen daran teilnehmen konnten.
Die Diskussion war sehr fruchtbringend, Vorstellungen aus verschiedenen Ländern und Zuordnungen wurden verglichen und Kontakte geknüpft. Im Besonderen wurde entschieden, zwischen IGIP und SEFI, zwischen Mathematikern und Physikern intensiver zusammenzuarbeiten. Derzeit arbeitet Stefan Stankowski als Leiter der IGIP-Arbeitsgruppe Mathematics and Natural Sciences und in der SEFI Physik Arbeitsgruppe (wo auch C. Kautz vertreten ist), die SEFI Mathematik Arbeitsgruppe ist durch Daniela Velichova vertreten.
daniela.velichova@stuba.sk (chair SEFI mathematics WG), stefan.stankowski@bfh.ch (SEFI physics WG and IGIP mathematics and natural sciences WG), jonbe@itn.liu.se (Jonte Bernhard, chair SEFI physics WG), leo.gros@fh-fresenius.de (Leo Gros, co-chair IGIP mathematics and natural sciences WG), kautz@tu-harburg.de (Christian Kautz, SEFI physics WG).
Wir hoffen, dass diese Adressen helfen mögen, einen Austausch von Ansichten und von Informationen über Konferenzen und Veranstaltungen zwischen der Mathematik und der Physik Community der Ingenieurpädagogik anzuregen.