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Robert RUPRECHT

Aus den Arbeitsgruppen

 

Einleitung

Die gemeinsame SEFI-IGIP-Konferenz in Miskolc ist in mancher Hinsicht zu einem außerordentlichen und erfolgreichen Ereignis geworden. In Bezug auf die Arbeitsgruppen stimmt dasbesonders, obwohl sie nicht als solche in Erscheinung traten: Alle Parallelsitzungen wurden von SEFI- und IGIP-Beiträgern gemeinsam bestritten, so dass die IGIP-Arbeitsgruppen als solche nicht in Erscheinung treten konnten. Für einige spezifischen IGIP-Themen (z.B. Frauen in technischen Berufen, Sprachen und Geisteswissenschaften, Mensch und Technik) sind die direkten Beiträge sehr wenig zahlreich ausgefallen, vielleicht mit der Ausnahme der Gruppe Technical Teacher Training. Deshalb enthält dieser Bericht auch keine Mitteilungen seitens einzelner Arbeitsgruppen. Die gemeinsamen Parallelsitzungen sind aber in der Regel außerordentlich gut besucht gewesen.

Es haben auch keine eigentlichen Sitzungen der Arbeitsgruppen stattgefunden, an denen die Mitglieder sich über die künftige Politik ihrer Gruppe hätten äußern können.

Der Erfolg der Arbeitsgruppen in Miskolc bestand darin, dass das, was an der letzten Sitzung der Sprecher und Sprecherinnen in Tallinn andiskutiert, aber gleich wieder auf die lange Bank geschoben worden war, nämlich die Schaffung eines Statuts, im Laufe des Winters doch vorbereitet und während der Tage in Miskolc in einer Reihe von Besprechungen umgesetzt werden konnte.

Ein Statut für die Arbeitsgruppen

Zwar waren die Mitglieder der IGIP an der Konferenz in bescheidener Anzahl vertreten, die IGIP-Konferenzbesucher machten nicht einmal 15 % der Teilnehmer aus der SEFI aus. Hingegen waren die Sprecher sämtlicher aktiver Arbeitsgruppen anwesend, sodass das Ziel, sich in Miskolc ein Statut, eine Geschäftsordnung der Arbeitsgruppen zu geben, erreicht werden konnte.

Im Nachgang zu Tallinn haben sich einige Arbeitsgruppensprecher und -Sprecherinnen mit der Frage nach der Rolle der Arbeitsgruppen innerhalb der IGIP befasst, vor allem mit ihrer Vertretung gegenüber dem Vorstand. Diese Verhandlungen kamen durch den ausdrücklichen Wunsch von Norbert Kraker, dass sich die Sprecher/-innen der Arbeitsgruppen formell organisieren, sich also ein Statut geben sollten, in eine konstruktive Phase. In Miskolc lagen aus den einschlägigen Bemühungen zwei Vorschläge für ein Arbeitsgruppen-Statut vor, die in drei intensiven Sitzungen und einer dazwischen liegenden Redaktionssitzungen besprochen und bereinigt werden konnten.

Das so entstandene Statut (die Geschäftsordnung) der Arbeitsgruppen geht von den IGIP-Statuten aus (Art. 7). Es regelt die Tätigkeit der Arbeitsgruppen und ihre Position innerhalb der IGIP. Es regelt die Entstehung von Arbeitsgruppen: Diese sind immer von der Basis her zu bilden; die Mitgliedschaft; die Wahl und die Aufgaben der Sprecher/Sprecherinnen der einzelnen Arbeitsgruppen, die Wahl und Aufgaben des Sprechers/der Sprecherin der Arbeitsgruppen insgesamt. Hier liegen die entscheidenden Elemente in den Bestimmungen,

Er/sie hat also im Vorstand eine beratende Funktion. Damit sollen allfällige Interessenkonflikte vermieden werden.

Dass andere Arbeitsgruppensprecher/-Spre-cherinnen im Vorstand Einsitz nehmen können, ist möglich, wie bisher. Mit der Präsenz von Ralph Dreher, Gudrun Kammasch und Robert Ruprecht als gewählte Mitglieder des Vorstands sind die Arbeitsgruppen schon recht stark vertreten.

Synergien mit SEFI auf der Ebene der Arbeitsgruppen

Ein weiteres erfolgreiches Element der gemeinsamen Konferenz lag in der persönlichen Begegnung von Vertretern beiderseitiger Arbeitsgruppen, aus der sich in Zukunft Synergien ergeben können. In beiden Gesellschaften herrscht die Überzeugung, dass die Arbeitsgruppen aus der Basis heraus entstehen und ein möglichst aktives Eigenleben innerhalb der Zielsetzungen der Gesellschaften entfalten sollen. Die Vorstände können Anregungen machen, es bestehen sogar ausdrücklich Wünsche für die Bildung solcher Gruppen, doch können sie nicht von oben (d.h. von der Exekutive) her ins Leben gerufen werden. Synergien zwischen IGIP und SEFI könnten sich auf den Gebieten

ergeben. Da ist einiges andiskutiert, doch soll hier nichts vorweggenommen werden.

Andere Entwicklungen

Gruppe Postgraduate Education

Seit langem besteht in der Gruppe Postgraduate Education das Bedürfnis nach einer neuen Orientierung. Sorin Zaharia, der Leiter dieser Gruppe schlägt vor, sie umzubenennen in Postgraduate Education and European Qualifications Framework. Die in der letzten Sitzung noch anwesenden Sprecherinnen der Arbeitsgruppen haben beschlossen, dieser Gruppe beizutreten. Sie nehmen in Aussicht, dass Ralph Dreher und Sorin Zaharia als Vertreter IGIP-Seite mit einer oder zwei zu benennenden Personen von Seiten der SEFI den gemeinsamen Standpunkt von IGIP und SEFI formulieren und vertreten sollen. Beide Personen, Ralph Dreher und Sorin Zaharia sind mit der Materie bereits vertraut. Die so neu definierte Gruppe wird sich also mit der Problematik des European Qualifications Framework (EQF) befassen.

Gruppe Sprachen
und Geisteswissenschaften

Angesichts des Umstands, dass sich Russland in den Bologna-Prozess einfügt und des Bedürfnisses, die Ing.-Paed.-Ausbildung in Russland zu fördern, ist der Wunsch entstanden, ein Glossar zu den entscheidenden Be-griffen des Ing.-Paed.-Curriculums in Deutsch, Englisch und Russisch zu erstellen. Dies wird dann möglich, wenn die Autoren des Curriculums bereit sind, nicht nur die deutsche Grundlage herzustellen, sondern auch bei ihrer Übersetzung mitzuarbeiten.

Gruppe Mensch und Technik

Nach dem überraschenden Rückzug von
Achim Hoefele aus allen IGIP-Aktivitäten, haben während des Winters einige Arbeitsgruppen-Sprecherinnen recht intensiven Kontakt untereinander gepflegt, um ihn zu überzeugen, auf seinen Entschluss zurückzukommen. Diese Bemühungen waren mit Erfolg gekrönt: Achim Hoefele ist bereit, in der IGIP wieder aktiv zu werden, womit sich auch die Gruppe Mensch und Technik, die er während Jahren umsichtig geleitet hatte, wieder beleben dürfte. Ob der Vorschlag des Präsidenten, dass er ÂseinerÑ Gruppe inskünftig gemeinsam mit Erik de Graaff vorstehen soll, umgesetzt werden kann, wird vom Entscheid der Mitglieder abhängen. Es ist auf jeden Fall sehr wünschenswert, dass sämtlichen Gruppen zwei Personen vorstehen, damit ähnliche dramatische Vakanzen künftig nicht mehr entstehen können.

Dieses Modell ist bisher nur in vier Gruppen realisiert: Frauen in technischen Berufen (Kammasch/Gürer) Internationale Aspekte (da Rocha Brito/Ciampi), Mathematik und Naturwissenschaften (Gros/Stankowski) und Technical Teacher Training (Lübben/Ziroff).

Weitere Aktivitäten

An weiteren künftigen Aktivitäten ist im September (13.-15.09.2007) eine IGIP-Regionaltagung in Wuppertal geplant, die von Hans-Bernhard Woyand ausgerichtet wird. An ihr werden auch Mitglieder der SEFI teilnehmen.

Vom 6. bis 10. November 2007 wird in Finnland das 5. Europäische Forum zu Fragen der kontinuierlichen Fortbildung und beruflichen Entwicklung unter dem Motto "Challenging the Future" stattfinden, dort werden voraussichtlich Traugott Schelker und Stefan Stankowski die Arbeitsgruppen vertreten.

Schlussbemerkung

Dies ist der letzte Bericht aus meiner ÂFederÑ. Die Sprecherinnen der Arbeitsgruppen haben Bernd Lübben (TTT) einstimmig zu ihrem neuen Sprecher gewählt. Traugott Schelker (Curriculum Gruppe) hat sich bereit erklärt, ihn im Hintergrund zu unterstützen. Ich wünsche Bernd und Traugott alles Gute in ihre neue Aufgabe hinein und bedanke mich bei allen, die mir während den vergangenen vier Jahren immer wieder ihre Unterstützung gewährt haben.