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Adolf MELEZINEK

Prof. Dipl.-Ing. Dr. phil. Habil. Albert Haug, Gründungsmitglied unserer IGIP, feiert seinen 80. Geburtstag

Vor 35 Jahren, 1972, wurde unsere IGIP in Klagenfurt, Österreich gegründet. Schon vom Anfang an war Albert Haug dabei und seine Überzeugung war: „Es gibt eine ganze Reihe von Einrichtungen, welche die Reputation von Wissenschaft und Forschung herausstellen, bis hin zum Nobel-Preis.
Aber es gibt kaum Möglichkeiten, herausragende Lehre der Technik zu unterstützen.“ Dies zu tun sollte sich IGIP bemühen. Ein Rückblick bestätigt, dass wir diese Zielsetzung seit 35 Jahren erfolgreich verfolgt haben.

Albert Haug war vom Anfang an dabei, war aktiver Teilnehmer beim Gründungssymposium der IGIP, war viele Jahre Vorstandsmitglied und hat initiativ zur Entwicklung unserer Vereinigung beigetragen. Und nun – fast unglaublich aber dennoch wahr – feiert unser lieber Kollege schon seinen 80. Geburtstag.

Albert Haug hat nach Abitur und verkürzter Lehre im Rundfunkhandwerk sein Studium der Nachrichtentechnik an der damaligen TH (heute TU) Stuttgart als Dipl.-Ing. abgeschlossen. Im Weiteren hat er an der Universität Klagenfurt als Dr. phil. mit einer ingenieurpädagogischen Arbeit (Integration des System-Denkens moderner Elektronik in die Curricula) promoviert und sich im Jahr 1982 für Labordidaktik in der Ingenieurausbildung habilitiert. Mit dieser Arbeit hat Albert Haug eine systematische Grundlage für eine junge Disziplin „Labordidaktik“ im Rahmen der Ingenieurpädagogik gelegt.

Von 1957 bis 1960 war Kollege Haug Entwicklungsingenieur bei der Fa. Elektrotechnisches Laboratorium Stuttgart. Danach ist er in die Staatliche Ingenieurschule Ulm eingetreten, wurde 1961 Fachbereichsleiter Nachrichtentechnik, 1964-73 stellvertretender Direktor bzw. 1972 nach Übergang zur Fachhochschule, Prorektor. Ab 1975 lag Haugs technischer Schwerpunkt an der FH Ulm im Bereich Umwelt-Messtechnik.

Albert Haug hat viel Wertvolles publiziert, sowohl in seinem ursprünglichen eigentlichen (d.h. „elektronischen“) Fachbereich, als auch im Bereich der Ingenieurpädagogik (speziell zur Labordidaktik), zuletzt auch im Bereich der Technikgeschichte. Veröffentlicht hat er 16 Bücher, über 50 technische Fachaufsätze, an die 55 ingenieurpädagogische Aufsätze und 13 Aufsätze zur Technikgeschichte.

Im Jahr 1989 wurde Albert Haug emeritiert, hat aber weiterhin in den Bereichen Labordidaktik und Schlüsselqualifikationen für Ingenieure gearbeitet.

Nach seiner Emeritierung ist bei Albert Haug als zusätzliches Arbeitsgebiet die Technikgeschichte herangereift. Auch hier hat er fleißig gearbeitet und publiziert. Für viele Leute in Ulm ist er „der alte Mühlen-Haug“ geworden. So zeigt es unseren Albert.

Lieber Albert! Die IGIP-Familie dankt Dir für dein ingenieurpädagogisches Wirken, für Deine wichtigen fachlichen und menschlichen Beiträge, für Deine Treue zu unserer Vereinigung. Durch Deine Ausstrahlung hast Du dazu beigetragen, dass aus unserer Vereinigung mehr als ein Fachverein – unsere „IGIP-Familie“ geworden ist.

Wir wünschen Dir und Deiner lieben Frau Hildegard Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für die kommenden Jahre.

Albert Haug mit einem Wasserrad