Ivan TUREK,Roman HRMO
Der Lehrstuhl für Ingenieurpädagogik und Psychologie der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU in Bratislava führt seit dem Jahr 1981 das Doktorandenstudium im Studiengang Didaktik der technischen Fächer (Ingenieurpädagogik) durch. Während dieser Zeit haben 40 Absolventen das Doktorandenstudium (PhD-Studium) absolviert und den PhD Titel erworben, daraus 4 aus dem Ausland. In der Gegenwart studieren im PhD-Studium 30 Studenten, davon:
im 1. Jahrgang studieren 7 Doktoranden (3 in der Intern- und 4 in der Externform, daraus 2 aus der Tschechischen Republik),
im 2. Jahrgang - 5 Doktoranden (2 in der Intern- und 3 in der Externform),
im 3. Jahrgang - 6 Doktoranden (2 in der Intern- und 4 in der Externform),
im 4. Jahrgang - 3 Doktoranden (1 in der Intern- und 2 in der Externform),
im 5. Jahrgang - 7 Doktoranden (alle in der Externform),
im 6. Jahrgang - 2 Doktoranden (beide in der Externform).
In der Gegenwart ist das Doktorandenstudium im Studiengang Didaktik der technischen Fächer (Ingenieurpädagogik) das einzige akkreditierte Studium dieser Art nicht nur in der Slowakei, sondern auch in Tschechien und in Polen. Der Lehrstuhl für Ingenieurpädagogik und Psychologie der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU in Bratislava nimmt daher für das Doktorandenstudium Studenten aus diesen aber auch aus anderen Ländern auf, wenn sie niedriggegebene Anforderungen erfüllen. Der Garant für PhD-Studium ist Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, PhD, Mitgaranten sind Doz. Dipl.-Ing. Roman Hrmo, PhD. und Doz. Dipl.-Ing. Mariana Kundrátová, CSc.
Laut der Bolognaer Deklaration stellt das Doktorandenstudium das Studium der dritten Stufe dar, die die höchste mögliche Ausbildung bietet, die sich an Erwerb von gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnissen und besonders am eigenen Beitrag des Studenten orientiert, der als Resultat seiner wissenschaftlichen Forschung und des selbstständigen Schaffens auskommt. Den Absolventen des Doktorandenstudiums wird der akademische Titel "Dr." (Philosophiae Doctor), in der Abkürzung PhD zuerkannt, der hinter dem Namen angegeben wird.
Die Doktorandenstudiendauer in der Direktform erstreckt sich auf 3 Jahre, in externer Form auf 5 Jahre. Fächer in Studienprogrammen in der Externform sind hinsichtlich der Zeit, die zum Absolvieren des Studienprogramms nötig ist, in 5 Jahrgängen geplant.
Das Profil von Absolventen des PhD-Studiums auf dem Lehrstuhl für Ingenieurpädagogik und Psychologie der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU in Bratislava ist wie folgend:
Der Absolvent erwirbt die Hochschulausbildung der dritten Stufe im Bereich Fachdidaktik.
Er ist fähig, selbstständig und verantwortlich den Hochschulkurs der Didaktik von technischen Fächern zu unterrichten.
Er ist fähig, selbstständig und verantwortlich anspruchsvolle fachlich-didaktische Probleme des empirischen und Konzeptcharakters zu identifizieren, zu analysieren und zu lösen.
Er ist fähig, die Forschungen auf dem Gebiet der Didaktik von technischen Fächern selbstständig und verantwortlich zu planen, zu organisieren und zu bewerten.
Er hat Kenntnisse in der Methodologie und in der Forschungsmethodik der Didaktik von technischen Fächern.
Er versteht die Grundfakten, Begriffe, Prinzipien und Theorien, die die Forschung und die Unterrichtspraxis und ihres Edukationskontextes betreffen, besonders die ökonomische, politische und kulturelle Determination der Persönlichkeits-entwicklung durch Schulungen.
Er ist fähig, die relevanten Kenntnisse zu identifizieren, analysieren und zur Lösung von problematischen Situationen schöpferisch auszunutzen, hauptsächlich Begriffe, Prinzipien und die mit der Planung, dem Organisieren und Auswerten des Unterrichts, vor allem des Unterrichts der künftigen Lehrer verbundenen Prozeduren schöpferisch anzuwenden.
Er kann selbstständig die fachdidaktische Arbeit reflektieren und deren Qualität und Effektivität beurteilen.
Er ist fähig, die Systembeziehungen besonders die Abhängigkeit der erziehungsausbildenden Effekte von den Programm-, Prozess- und Kontextdeterminanten wissenschaftlich zu untersuchen.
Er zeichnet sich durch entwickelte Fähigkeiten der Metakognition, des Selbst- und Postdoktorandenstudiums aus.
Er ist in der Lage, mit anderen Fachlehrern der Fakultät sowie auch der Fachschule und mit anderen Fachmännern zu kooperieren.
Er kann arbeiten als:
Lehrer der Didaktik von technischen Fächern an den Fakultäten, die die Lehrer für Fachschulen vorbereiten.
Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung im Bereich der Didaktik von technischen Fächern an den Ressortstellen, die professionelle Arbeit mit der nach ISCED 7. Ausbildungsstufe erfordern.
Konzeptionsprogrammierer der staatlichen Verwaltung im Schulwesen und der Kultur.
Auf das Doktorandenstudium im Studiengang Didaktik der technischen Fächer an dem Lehrstuhl für Ingenieurpädagogik und Psychologie der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU in Bratislava können prioritär Absolventen der technisch orientierten Fakultäten (für Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauwesen, Chemie und Lebensmittel u. a.) angemeldet werden, die nebenbei auch das pädagogische Ergänzungsstudium absolviert haben. Erforderlich sind auch Sprachkenntnisse mindestens in einer Fremdsprache (am besten in der englischen Sprache) wenigstens auf dem Abiturniveau.
Vor dem Anfang der Zulassung zum Doktorandenstudium werden Themen der Dissertationsarbeiten ausgeschrieben, um die sich Interessierende bewerben können. Für jedes Thema ist ein Betreuer bestimmt und jeder Bewerber wählt ein Thema aus. Die Themen der Dissertationsarbeiten und auch andere Informationen über das PhD-Studium können Interessierte auf der Webseite www.mtf.stuba.sk finden. Solche Dissertationsthemen sind: Einführung und Durchsetzung des Qualitätsmanagements an den Fach- und Berufsschulen, Effektivität des e-Learn-ings in der technischen Ausbildung; didaktische Wirkungskraft der Lehrbücher in der Fachausbildung; Formieren der psychomotorischen Fähigkeiten im Unterricht von technischen Fächern; Effektivität des Kooperationsunterrichtes; Effektivität des Projektunterrichtes; Entwicklung von Schlüsselkompetenzen der Schüler (Studenten); Entwicklung von Schöpfertum der Schüler (Studenten); Lehrstile der Schüler (Studenten) und Ergebnisse des Lehrprozesses; Effektivität der Distanzausbildung an der Fakultät; Effektivität gesteuerter Selbstarbeit in technischen Fächern; psychologische Komponenten der Lebensqualität der Mittelschullehrer, Entwicklung des kritischen Denkens in der technischen Ausbildung; Ausbildungsstandards im Unterricht der technischen Fächer; Modernisierung von Prüfen und Auswerten der Schüler-/Studentenergebnisse; Gehirnkompatibles Lernen im Unterricht der technischen Fächer.
Zum Doktorandenstudium kann nur aufgrund der vor einer Kommission angelegten Aufnahmeprüfung zugelassen werden. Dabei wird das Qualitätsprinzip eingehalten - Studienergebnisse des Bewerbers während seines Hochschulstudiums, Fremdsprachkenntnisse, erfolgreiche Teilnahme an der wissenschaftlichen Studententätigkeit, Publikationstätigkeit und auch Motivation und Voraussetzungen für wissenschaftliche Arbeit. Die Aufnahmeprüfung besteht aus drei Teilen:
Prüfung in einer Fremdsprache
Prüfung im Fachbereich (Kenntnisse und Fähigkeiten in Pädagogik, Psychologie, Fachdidaktik, erworbene Fähigkeiten im Rahmen des pädagogischen Ergänzungsstudiums).
Diskurs zum Thema der künftigen Dissertation.
Lehrplan für PhD-Studium (Direktstudium)
|
Typ |
Lehrfach |
Credits |
Lehrumfang |
Abschlussform |
Garant |
|
1. Jahrgang / Semester 1 |
|||||
|
P |
Dissertationsprojekt I (Methodologie der pädagogischen Forschung) |
10 |
10001-000 |
T |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc. |
|
P |
Psychologie |
10 |
20000-000 |
P |
Prof. PhDr. Damián Kováč, DrSc. |
|
P |
Ingenieurpädagogik |
10 |
20000-000 |
P |
Prof. Ing. Dušan Driensky, CSc. |
|
Semester 2 |
|||||
|
P |
Dissertationsprojekt II (Methodologie der pädagogischen Forschung) |
10 |
20001-000 |
P |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc. |
|
P |
Fachenglisch |
8 |
02000-000 |
P |
PhDr.Emília Mironová |
|
P |
Didaktik von technischen Fächern |
12 |
21000-000 |
P |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc. |
|
2.Jahrgang / Semester 3 |
|||||
|
P |
Dissertationsprojekt III |
20 |
00002-000 |
SP |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc., Betreuer |
|
P |
Forschungsarbeit |
10 |
00000-400 |
T |
Doc. Ing. Mariana Kundrátová, CSc., Betreuer |
|
P |
Pädagogische Tätigkeit |
- |
00000-004 |
T |
Doc. Ing. Roman Hrmo, PhD. |
|
Semester 4 |
|||||
|
P |
Dissertationsprojekt IV |
15 |
00002-000 |
T |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc., Betreuer |
|
P |
Forschungsarbeit |
15 |
00000-400 |
T |
Doc. PhDr. Ing. Ján Kostelník CSc., Betreuer |
|
P |
Pädagogische Tätigkeit |
- |
00000-004 |
T |
Doc. Ing. Roman Hrmo, PhD. |
|
3. Jahrgang / Semester 5 |
|||||
|
P |
Dissertationsprojekt V |
15 |
00002-000 |
T |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc., Betreuer |
|
P |
Forschungsarbeit |
15 |
00000-400 |
T |
Prof.Ing. Dušan Driensky, CSc., Betreuer |
|
P |
Pädagogische Tätigkeit |
- |
00000-004 |
T |
Doc. Ing. Roman Hrmo, PhD. |
|
Semester 6 |
|||||
|
P |
Dissertationsprojekt VI |
30 |
00002-000 |
SP |
Prof. PhDr. Ing. Ivan Turek, CSc., Betreuer |
|
P |
Pädagogische Tätigkeit |
- |
00000-004 |
T |
Doc. Ing. Roman Hrmo, PhD. |
Insgesamt sind 180 Credits zu erreichen
Der Lehrumfang ist durch Wochenstunden festgelegt (13 Wochen pro Semester).
Die Forschungsarbeit kann nach dem individuellen Studienplan und nach den Arbeitserfolgen so verteilt werden, um mindestens 40 Credits während des Studiums zu erreichen.
Abkürzungen und Zeichen
Verteilung der Lehrfächer (Typ) laut des Aushanges über Studiumskreditsystem:
P - Pflichtfach
Lehrumfang (Stundenzahl im Wochenplan des Studenten), gegeben wird in abcdefgh-Form:
a - Vorlesung
b - Seminar
c - numerische Übung
d - Konstruktions- oder Laborübung
e - Projektarbeit
f - Praktikum
g - Exkursion
h - Fachpraxis
Abschlussform des Lehrfaches:
T - Testat
P - Prüfung
SP - Staatsprüfung
Externes Studium
Der 1. Jahrgang bei den externen Studenten ist gleich wie bei den internen Studenten außer der pädagogischen Tätigkeit. Externe Studenten üben keine pädagogische Tätigkeit aus. Die Lehrfächer Dissertationsprojekt III - VI und die Forschungsarbeit werden im individuellen Studienplan auf 4 Jahre erstreckt. Die Standardlast im 2. - 5. Jahrgang beträgt 15 Credits pro Semester.
Credits-Zuweisung für die wissenschaftliche Arbeit im Doktorandenstudium
|
Publizierte Dokumente |
||
|
Kod |
Kategorie |
Credits |
|
A23 |
Wissenschaftliche Arbeiten in karentierten Zeitschriften in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
26/14 |
|
A24 |
Wissenschaftliche Arbeiten in nicht karentierten Zeitschriften in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
20/12 |
|
A25 |
Wissenschaftliche Arbeiten in rezensierten wissenschaftlichen Sammelwerken in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
22/14 |
|
A26 |
Beiträge publiziert in Konferenzsammelbänden in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
16/8 |
|
B11 |
Fachliche Bucharbeiten und Sammelwerke herausgegeben in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
12/6 |
|
B12 |
Skripten, Lehrtexte, methodische Texte |
6 |
|
B21 |
Kapitel in Fachbüchern herausgegeben in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
10/5 |
|
B22 |
Kapitel in Skripten, Lehr- und methodischen Texten |
5 |
|
B23 |
Facharbeiten in karentierten Zeitschriften und rezensierten Sammelbänden herausgegeben in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
16/8 |
|
B24 |
Facharbeiten in nicht karentierten Zeitschriften und nicht rezensierten Sammelbänden herausgegeben in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
12/6 |
|
B25 |
Facharbeiten veröffentlichte nur am Internet in Fremdsprachen / herausgegeben in anderen Sprachen |
6/3 |
|
Aufrufe |
||
|
1 |
Zitierung, bzw. Rezensionen in ausländischen Publikationen, registrierte in Zitatindexen/nicht registrierte in Zitatindexen |
6/3 |
|
2 |
Zitierung, bzw. Rezensionen in heimischen Publikationen, registrierte in Zitatindexen/nicht registrierte in Zitatindexen |
4/2 |
|
Präsentation von Ergebnissen |
||
|
1 |
Aktive Präsentation an der internationalen Konferenz |
8 |
|
2 |
Aktive Präsentation in einer Fremdsprache an der Konferenz mit internationaler Teilnahme |
6 |
|
3 |
Aktive Präsentation an der heimischen Konferenz |
4 |
|
Andere |
||
|
1 |
Aktive Teilnahme am Organisieren der wissenschaftlichen Konferenz |
4 |
|
2 |
Ausarbeitung eines Gutachtens für wissenschaftliche Arbeit |
2 |
|
3 |
Mitglied des Löserkollektivs einer Forschungsgrantaufgabe |
2/Semester |
Der Aufbau des PhD-Studiums an der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU in Bratislava ist auf dem Credit-System begründet. Jeder Einheit des Studienprogramms ist eine bestimmte Creditanzahl zugeteilt, die der Student nach dem erfolgreichen Absolvieren erwirbt. Diese Creditanzahl drückt den proportionellen Teil der Arbeit des Studenten aus, die zu ihrer erfolgreichen Bewältigung gefordert wird. Die zum ordentlichen Studienabschluss nötige Creditanzahl ist 180.
Die Standardlast eines Studenten im Direktstudium in einem Schuljahr ist durch 60 Credits, in einem Semester durch 30 Credits ausgedrückt. Diese werden erworben, wenn der Student z.B. alle vorgeschriebene Lehrfächer (Einheiten des Studienprogramms) erfolgreich absolviert. Man kann während des Studienablaufes die Credits für die Einheit des Studienprogramms nur einmal erwerben.
Das Doktorandenstudium gliedert sich in Lehrfächer und besteht aus zwei Teilen: aus dem Studien- und dem wissenschaftlichen Teil.
1. Der Studienteil konzentriert sich auf den Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Einstellungen aus den neuesten Erkenntnissen des entsprechenden Studiengangs und auf Aneignung der Methodologie der pädagogischen Forschung. Der Inhalt (aber auch das Mittel) der Lehrfächer sollten die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Trends umfassen. Doktoranden legen in einzelnen Lehrfächern die Prüfungen ab. Die Prüfungs-auswertung ist binär: bestanden - nicht bestanden. Der Inhalt und Methoden dieser Prüfungen sind in Curriculum einzelner Lehrfächer angegeben. Die Prüfungskommission wird aus dem für das Studienfach zuständigen Lehrer, Betreuer und einem Mitglied der Fachbereichkommission gebildet. Einzelne Lehrfächer werden blockweise unterrichtet. Die Lehre wird hauptsächlich in Form des Selbststudiums, Vorlesungen, Seminaren, der Projektarbeit und Konsultationen durchgeführt. Der Studienteil des PhD-Studiums wird mit der Dissertationsprüfung abgeschlossen, die zu den Staatsexamen gehört.
2. Der wissenschaftliche Teil umfasst die Forschung eines aktuellen geöffneten wissenschaftlichen Problems aus dem Fachbereich und das Schreiben der Dissertation. Durchgeführt wird in Lehrfächern Dissertationsprojekt I bis VI und durch wissenschaftliche Arbeit. Die Forschungsarbeit wird hauptsächlich nach der Publikationstätigkeit des Doktoranden ausgewertet, aber auch durch seine aktive Teilnahme an den Konferenzen und durch Anerkennung seiner Ergebnisse (Zitieren). Die ersten Resultate werden im 3. Studiensemester vorausgesetzt. Die Dissertation muss den Überblick über den Stand der Wissenschaftskenntnis und vor allem über eigene, neue wissenschaftliche Resultate des Doktoranden, die für Theorie und Praxis bedeutend sind, beinhalten. Die Dissertation beinhaltet gewöhnlich den analytischen Teil, in dem der Doktorand die Erkenntnisse über den gegenwärtigen Stand der zu lösenden Problematik umfasst und den Beitragteil, in dem er neue effektivere Lösungen vorschlägt. Die Dissertation wird durch das Dissertationsprojekt in Lehrfächern Dissertationsprojekt I bis VI realisiert. Für den Studenten des Direktstudiums stellt das den Kontrollpunkt am Ende jedes Semesters dar. Im Kontrollpunkt erweist der Student seine Ergebnisse:
Nach dem 1. Semester (Abschluss des Lehrfaches Dissertationsprojekt I) - schriftlicher Bericht auf circa 15 Seiten, der vom Garanten beurteilt wird.
Nach dem 2. Semester (Abschluss des Lehrfaches Dissertationsprojekt II) - schriftlicher Bericht auf circa 15 Seiten, der vom Garanten beurteilt wird.
Nach dem 3. Semester (Abschluss des Lehrfaches Dissertationsprojekt III) - die schriftliche Arbeit zur Dissertationsprüfung im Umfang von mindestens 40 Seiten (ergänzt um das Projekt der Dissertation), die von einem Opponenten beurteilt wird, die Verteidigung ist der Bestandteil der Dissertationsprüfung.
Nach dem 4. Semester (Abschluss des Lehrfaches Dissertationsprojekt IV) - schriftlicher Bericht im Umfang von mindestens 20 Seiten, der vom Betreuer beurteilt wird.
Nach dem 5. Semester (Abschluss des Lehrfaches Dissertationsprojekt V) - schriftlicher Bericht im Umfang von mindestens 20 Seiten, der vom Betreuer beurteilt wird und dessen Ergebnisse an einem wissenschaftlichen Fachseminar des Lehrstuhls für Ingenieurpädagogik und Psychologie der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU präsentiert werden.
Nach dem 6. Semester ( Abschluss des Lehrfaches Dissertationsprojekt VI) - die Dissertation.
Der wissenschaftliche Teil des PhD-Studiums und das ganze PhD-Studium werden mit der Verteidigung der Dissertation abgeschlossen, die zu den Staatsexamen gehört.
Der Student der Internform des Doktorandenstudiums übt im Laufe dieses Studiums die pädagogische Tätigkeit aus. Diese beträgt in der Regel 4 Stunden pro Woche und umfasst Betreuung von 2 Bachelorprojekten (Abschlussarbeiten im pädagogischen Ergänzungsstudium) im Schuljahr (außer des 1. Studienjahres).
Das Doktorandenstudium wickelt sich nach dem individuellen Studienplan unter der Leitung vom Betreuer ab. Betreuer können sein: Professoren, Dozenten oder wissenschaftliche Mitarbeiter mit anerkanntem wissenschaftlichen Qualifikationsgrad I oder IIa im Fach PhD-Studium oder einem ähnlichen Fach. Die Betreuer können auch aus einem anderen Arbeitsort als aus dem Lehrstuhl für Ingenieurpädagogik und Psychologie der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU in Bratislava kommen und das können auch selbstständig Erwerbstätige sein. Die Betreuer werden vom Wissenschaftlichen Rat der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU gut geheiβen.
Der individuelle Studienplan des Doktoranden wird vom Betreuer in Zusammenarbeit mit dem Doktoranden ausgearbeitet und der Fachbereichkommission zur Beurteilung vorgelegt. Dieser Plan bestimmt ausführlich den Studien- und wissenschaftlichen Teil des PhD-Studiums und umfasst besonders:
a) den Lehrplan des Studienteils vom Studium, inklusive vom Stundenplan und Termine der Prüfungen in einzelnen Lehrfächern,
b) den Termin der Dissertationsprüfung,
c) bei den Doktoranden der Internform den Inhalt und Umfang der pädagogischen Tätigkeit oder auch einer anderen mit dieser zusammenhängenden Fachtätigkeit,
d) die wichtigsten Aufgaben und Termine, die den Inhalt und das Verfahren der Lösung vom Thema nach sich vorher gesetzten Zielen im Projekt der Dissertation charakterisieren
e) aktive Teilnahme des Doktoranden an den wissenschaftlichen Konferenzen, Seminaren oder anderen Fachveranstaltungen, die mit dem Thema der Dissertationsarbeit zusammenhängen.
Der individuelle Studienplan des Doktoranden wird jährlich präzisiert.
Voraussetzungen für ordentlichen Abschluss des PhD-Studiums sind wie folgt:
Erfolgreiches Absolvieren aller im Studienplan angeführten Lehrfächer im Einklang mit den Regeln und Bedingungen für die Gestaltung der Studienpläne und Erwerb von 180 Credits.
Ablegung folgender Staatsexamen: die Dissertationsprüfung und Verteidigung der Dissertation.
Der Student in der Internform des Doktorandenstudiums meldet sich zur Dissertationsprüfung spätestens bis zum 18-ten Monat und in der Externform spätestens bis Ende des dritten Jahres seit Studienanfang. Die Dissertationsprüfung besteht aus dem schriftlichen und mündlichen Teil. Der schriftliche Teil umfasst mindestens 54 000 Zeichen (1,5 Autorenbogen, d.h. 30 normalisierten Seiten). Zur schriftlichen Arbeit wird auch das Projekt der Dissertation beigelegt. Die schriftliche Arbeit und das Projekt der Dissertation werden vom Opponenten beurteilt, der auf den Vorschlag des Betreuers vom Leiter der Ausbildungsstelle ernannt wird. Der mündliche Teil der Dissertation enthält:
Lösung eines Problems, z.B. einer Fallstudie in jedem von folgenden Fächern: Ingenieurpädagogik, Psychologie und Didaktik der technischen Fächer, die von Lehrern dieser Fächer gestellt werden,
Präsentation der schriftlichen Arbeit und des Projektes der Dissertationsarbeit vom Doktoranden,
Beantwortung der Bemerkungen aus dem Opponentengutachten,
Diskurs über die schriftliche Arbeit und Auswertung des Projektes der Dissertation.
Der Ablauf der Dissertation und Bekanntgabe der Ergebnisse sind öffentlich. Die Entscheidung der Prüfungskommission über das Resultat der Staatsprüfung wird an ihrer Klausurtagung verwirklicht. Die Auswertung der Dissertationsprüfung ist binär: bestanden - nicht bestanden. Berechtigung, in der Dissertationsprüfung zu prüfen, haben nur Hochschullehrer, die als Professoren und Dozenten tätig sind und andere Fachleute, die vom zuständigen wissenschaftlichen Rat gut geheiβen sind.
Die Dissertation wird zur Verteidigung in der slowakischen Sprache vorgelegt, mit der Zustimmung der Fachkommission kann sie aber auch in einer Fremdsprache vorgelegt werden. Als Dissertation kann der Doktorand ein publiziertes Werk oder ein Sammelwerk von mehreren publizierten Arbeiten vorlegen, die inhaltlich die Problematik des Dissertationsthemas behandeln. Zu diesem Werk muss er aber einen Kommentar schreiben, in dem er den aktuellen Stand der Problematik, Ziele der Dissertation und Schlussfolgerungen, zu denen er gekommen ist, beschreibt. Wird zur Verteidigung eine Dissertation vorgelegt, die ein Kollektivwerk darstellt, sind die Teile zu bezeichnen, die der Doktorand als Verfasser ausgearbeitet hat. Der Umfang der Dissertation sollte circa 4-11 Autorenbogen (144000-396000 Zeichen, d.h. 80 bis 220 normalisierten Seiten) sein. Der Doktorand muss auch circa 30-40 seitiges Referat der Dissertation (weiter nur Referat) ausarbeiten, in dem ihre Ziele, Methoden deren Erreichung (Forschungsmethodologie), Grundresultate der Forschung, Beitrag der Dissertation, bzw. Angaben über ihren Anklang und das Verzeichnis der bibliographischen Hinweise zusammengefasst sind. Das Referat wird vorwiegend den Opponenten der Dissertation, den Mitgliedern der Fachkommission, den Mitgliedern des wissenschaftlichen Rates der Fakultät, den Mitgliedern der zur Verteidigung zusammengesetzten Kommission und dem Ministerium für Schulwesen gesendet. Die Dissertation wird von drei Opponenten beurteilt. Mindestens einer von ihnen ist Professor oder Doktor der Wissenschaften oder der wissenschaftliche Mitarbeiter, dem den wissenschaftlichen Grad I zuerkannt wurde. Als nächste Opponenten können Dozenten oder Mitarbeiter mit dem akademischen Titel PhD vorgeschlagen werden, in Sonderfällen auch qualifizierte Fachleute aus Praxis ohne PhD-Titel.
Der Doktorand verteidigt die Dissertation vor der zu diesem Zweck bestimmten Prüfungskommission. Die Prüfungskommission hat min. 4 Glieder, davon ist mindestens einer ist der Fachmann im gegebenen Studiengang aus der Praxis oder aus einer anderen Hochschule. Mindestens zwei Mitglieder der Prüfungskommission für die Staatsexamen sind Hochschullehrer aus der Praxis oder aus einer anderen Hochschule. Mindestens zwei Mitglieder der Prüfungskommission für die Staatsexamen sind Hochschullehrer-Professoren oder Dozenten.
Jeder, der sich für die untersuchte Problematik und Verteidigung der Dissertation interessiert, kann dem Vorsitzenden spätestens eine Woche vor der Verteidigung seine Beurteilung schriftlich vorlegen oder mündlich an der Verteidigung seine Bemerkungen ausdrücken. Der Doktorand muss dazu seine Stellung nehmen.
Die Verteidigung der Dissertation ist öffentlich. Die Verteidigung der Dissertation ist ein Diskurs über erworbene Erkenntnisse unter dem Doktoranden, den Opponenten, den Mitgliedern der Prüfungskommission und anderen Teilnehmern der Verteidigung. Die Verteidigung soll sich mit Wahrhaftigkeit und Triftigkeit der Beschlüsse und der Vorschläge der Dissertation befassen. Die Opponenten nehmen an der Verteidigung der Dissertation teil. Bei der Bewertung der Staatsprüfung werden in Betracht genommen:
Vorgelegte Dissertation mit der Betonung auf den wissenschaftlichen Beitrag, aufs Schöpfertum und Eingliederung in gegenwärtiges Weltwissen (aufgrund der Beurteilungen von Opponenten),
Arbeit am Projekt (aufgrund der Beurteilung des Betreuers).
Präsentation und Verteidigung der Dissertation.
Äußerungen und Einstellungen im Diskurs.
Bewertung der Staatsprüfungen im Doktorandenstudium ist bestanden, nicht bestanden.
Für die Antragstellung zur Verleihung des akademischen Titels PhD ist die Anwesenheit von zwei Dritteln aller Stimmberechtigten (d.h. Glieder der Kommission für Verteidigung und anwesende Opponenten, aber nicht der Betreuer) nötig und Abstimmung der Mehrheit von Anwesenden für den Antrag zur Verleihung des akademischen Titels PhD. Wiedergabe der Staatsprüfung ist nur einmal möglich u.s.w. im Termin, den die Prüfungskommission festlegt.
Der Wissenschaftliche Rat der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU über-prüft, ob in der Verteidigung der Dissertation reguläres Verfahren eingehalten wurde, und entscheidet durch Abstimmung über Verleihung des akademischen PhD-Titels. Dem Doktoranden wird die schriftliche Entscheidung des Wissenschaftlichen Rates der Fakultät für Werkstoffe und Technologien der STU übermittelt. Das Diplom wird dem Doktoranden gewöhnlich im Promotionsakt, spätestens aber 6 Monate nach der Verleihung des akademischen Titels übergegeben.